Schluckstörungen sind kein Zuckerschlecken!

Schluckstörungen sind unangenehm, gefährlich und schränken Ihre Lebensqualität ein. Beinahe die Hälfte aller Altenheimbewohner leidet unter Dysphagie. Die Folge: Nahrung und Medikamente können nur eingeschränkt eingenommen werden. Doch von Schluckbeschwerden ist nicht immer bloß die reifere Generation betroffen. 7 % der deutschen Bevölkerung leidet unter Dysphagie.

Was ist eine Dysphagie?

Eine Dysphagie beschreibt die Störung des Schluckprozesses. Den Patienten fällt das Schlucken schwer oder sie sind nicht in der Lage, die Nahrung herunterzuschlucken. Je nach Verlauf der Schluckstörung kann diese Blockade schmerzhaft oder schmerzfrei auftreten. Bei manchen Patienten ist der Schluckreflex gestört, während die heruntergeschluckte Nahrung bei anderen Patienten in die Luftröhre gelangt. Bei einigen Patienten bleibt eine Dysphagie lange Zeit unbemerkt. Bleiben Symptome wie beispielsweise Husten und Verschlucken aus, so spricht man von einer stillen Aspiration. Nahrung und Speichel gelangen in die Luftröhre ohne, dass akute Beschwerden auftreten.

Woher kommen die Schluckstörungen?

Schluckstörungen sind zumeist Folge einer neurologischen Erkrankung. Nach einem Schlaganfall kommt es besonders häufig zur Dysphagie. Auch in späten Stadien von Multipler-Sklerose und Parkinson treten Schluckstörungen häufig auf. Ältere Menschen leiden häufig unter Dysphagie, obwohl diese unter keiner neurologischen Erkrankung leiden. Die Ursache liegt hier bei dem Nachlassen der Muskeln und der Koordinationsfähigkeit.

Ist eine Dysphagie gefährlich?

Unbehandelt können die Schluckstörungen zu gefährlichen Komplikationen führen. Die erschwerte Nahrungsaufnahme führt oftmals zur Mangelernährung. Häufig nehmen Dysphagie-Patienten zusätzlich ihre Medikamente unregelmäßig bis überhaupt nicht mehr ein. Dies führt entsprechend der Erkrankung zu weiteren Komplikationen. Auch kann eine Dysphagie dazu führen, dass Nahrung und Flüssigkeit in die Luftröhre gelangen. Bei einem Krankheitsverlauf ohne Symptome ist dies besonders gefährlich. Häufig kommt es zu einer Lungenentzündung.

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten?

Das erneute Nahrung und Tabletten schlucken lernen stellt für den Betroffenen zumeist eine große Herausforderung dar. Mittels einer gezielten Schlucktherapie ist jedoch eine vielversprechende Behandlung möglich. Sogar einige Patienten, die bereits künstlich ernährt werden mussten, können nach einer solchen Behandlung ihre Nahrung wieder selbstständig aufnehmen. Außerdem kann das Erlernen von Schlucktechniken und die Auswahl der Nahrungsmittel Ihnen helfen, weiterhin selbstständig zu essen. Des Weiteren können Sie die Zubereitung Ihrer Nahrungsmittel beeinflussen. Pürierte und weich gekochte Lebensmittel können Ihnen die Nahrungsaufnahme erleichtern.

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